
Die Krisen unserer Zeit lassen sich nicht losgelöst voneinander betrachten. Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Medien, Wissenschaft, Bildung und Sozialsystem stehen in vielfältigen Wechselwirkungen. In all diesen Bereichen zeigen sich Entwicklungen, die ich kritisch hinterfrage: der Abbau sozialer Errungenschaften, die wachsende Konzentration von Reichtum und Macht, die Zerstörung natürlicher Lebensgrundlagen, die zunehmende Militarisierung sowie die Normalisierung autoritärer und faschistischer Tendenzen.
Ich sehe wesentliche Ursachen dieser Entwicklungen in den Strukturen des Kapitalismus und seiner neoliberalen Ausprägung. Wo wirtschaftliches Wachstum, Profitinteressen und die Sicherung von Macht Vorrang erhalten, geraten soziale Gerechtigkeit, demokratische Mitbestimmung und ökologische Verantwortung ins Hintertreffen. Ungleichheit, Ausbeutung und Konkurrenz werden nicht überwunden, sondern vielfach verstärkt. Autoritäre und neofaschistische Bewegungen finden in diesen Verhältnissen Nährboden und verschärfen die bestehenden Konflikte.
Diese Zusammenhänge zeigen sich auch in internationalen Beziehungen. Kriege und Konflikte sind im Kontext geopolitischer Machtinteressen, des Zugangs zu Ressourcen und imperialistischer Bestrebungen zu betrachten. Ihre Folgen tragen vor allem jene Menschen, deren Lebensgrundlagen zerstört werden, die ihre Heimat verlieren oder unmittelbar Gewalt und Tod ausgesetzt sind.
Die öffentliche Meinungsbildung wird wesentlich durch Medien, politische Institutionen und wirtschaftliche Interessen geprägt. Dabei kommen bestimmte Sichtweisen stärker zur Geltung als andere; kritische Positionen und alternative Deutungen finden nicht immer die notwendige Aufmerksamkeit.
Deshalb halte ich es für wichtig, Informationen aus unterschiedlichen, möglichst unabhängigen und internationalen Quellen zu beziehen. Dabei genügt es nicht, einzelne Berichte miteinander zu vergleichen. Ebenso wichtig ist es, die politische und wirtschaftliche Ausrichtung eines Mediums, seine Eigentumsverhältnisse und seine Verbindungen zu Interessengruppen zu kennen.
Der Medien-Navigator soll dabei helfen, Medien und ihre Hintergründe besser einzuordnen. Er versteht sich als Orientierungshilfe für alle, die Informationen nicht einfach übernehmen, sondern deren Herkunft, Perspektive und mögliche Interessen kritisch prüfen möchten.
Diese Website stellt Berichte, Artikel und Meinungen zusammen, die andere Perspektiven auf aktuelle und grundlegende Fragen eröffnen. Sie will vorherrschende Erklärungen hinterfragen, unterschiedliche Sichtweisen zugänglich machen und auf Widersprüche zwischen politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen, ihren Begründungen und ihren tatsächlichen Folgen aufmerksam machen.
Dabei geht es nicht darum, eine einzige verbindliche Sichtweise vorzugeben oder andere Meinungen durch eine neue Autorität zu ersetzen. Vielmehr sollen die Inhalte dazu anregen, Informationen selbstständig zu prüfen, Zusammenhänge zu erkennen und eigene Schlussfolgerungen zu ziehen. Unterschiedliche Quellen können dabei helfen, ein differenzierteres Bild zu gewinnen – auch dann, wenn sie einander widersprechen.
Die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Entwicklungen führt für mich immer auch zur Frage nach den Massstäben unseres Handelns: Wem nützen bestimmte Entscheidungen? Wem schaden sie? Welche Interessen stehen dahinter, welche Folgen werden in Kauf genommen und welche Alternativen bleiben unberücksichtigt?
Diese Fragen sind entscheidend, wenn wir beurteilen wollen, ob politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen dem Leben, der Gerechtigkeit und dem Gemeinwohl dienen – oder ihnen entgegenstehen.
Ich lade dazu ein, die hier zusammengestellten Inhalte kritisch zu lesen, unterschiedliche Perspektiven miteinander in Beziehung zu setzen und sich eine eigene, fundierte Haltung zu bilden.
Ohne Transparenz gibt es kein Vertrauen
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"Die Verpflichtung zum Widerstand beginnt dort, wo man erstens das Verbrechen und den Katastrophenweg erkennt, und zweitens die Möglichkeit hat, etwas dagegen zu tun" (Kurt Sendtner)
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Reden und diskutieren wir mit Andersdenkenden - Setzen wir uns für unsere Anliegen ein - Demonstrieren wir - Seien wir Ungehorsam - Handeln wir friedlich.